Schlagwortarchiv: Jahreskreisfest

Lughnasad 2026

Müde, ausgelaugt und träge ging ich zum Ritual;  begeistert, beschwingt und energetisch aufgeladen verlies ich es.

Intention: „Wir feiern die erste Ernte und alles, was uns gelungen ist. Mit der Energie der Schnitterin lösen wir uns von dem, was für uns nicht mehr passt. „

Einzigartige Individualitäten kamen zusammen, um gemeinsam dieses Ritual zu beschreiten. Nach der Durchbesprechung des Rituales und Proben der Chants wurde zur Vorbereitung 5 Minuten geschwiegen.
Nach dem üblichen Reclaiming-Ritualaufbau mit gemeinsamer wiederholter Intentionsverkündung, Reinigung und Erdung, Kreisziehen und Einladen der Elemente und Wesenheiten/Götter bereiteten wir uns auf den ersten Teil vor, indem wir gemeinsam oftmals:
„There is no time but now,
there is no place but here.
In the sacred we do stand,
in a circle hand in hand.“ chanteten.

Dann nahmen wir Platz auf Yogamatte und Sitzkissen.
Im Hauptteil wurde über „meine erste Ernte – was mir gelungen ist“ nachgedacht.
Es wurde gezeichnet, reflektiert und Orakel gelegt. Die Aufgabenstellung war ein A3-Blatt zu gestalten.
Im Hintergrund lief Musik von Byron Metcalf (hier leistete mein mitgenommener Marhall-Verstärker gute Dienste).
Nachdem unsere Zeichnungen nach ca 25 Minuten fertig waren standen wird auf und  bildeten mit den Händen einen Kreis und chanteten und bewegten uns zu:
 „RISE UP AS ONE“.
(Rise up as one – time for awaking
rise up as one – time to be reborn.  (2x)
Forging, feeling,  changing, healing. (2x)

Beim wahrscheinlich >12(?) Mal war die Energie hoch, wir bewegten die Hände und Füße und wiederholten nur mehr einige Mal „forging, feeling, changing, healing“ und entließen die Energie nach oben. (ein tolles und energetisierendes Erlebnis)

Dann begann der 2. Hauptteil – wir reflektierten was uns hindert bzw. was wir aus unserem Leben „wegschneiden“ sollten.
Wir nahmen einen Holzkegel der uns repräsentieren sollte und befestigten daran etwas, das uns hindert – bzw. was wir loslassen wollen. Hier standen Bundpapier, Garn und Sticker zur Verfügung.

Eine Schere wurde mit der Energie der Schnitterin aufgeladen und Ceru begleitete das Schneiden mit den Worten:

„Nun sei gelöst, was war gebunden
Kraft und Freiheit neu gefunden.
Was mir schadet, lass ich los.
Und der Abstand werde groß.
Was mich bindet, schneide ich
Und von diesem lös ich mich.“

Nachdem die Arbeit getan war setzten wir uns noch um die Mitte und tauschten uns über unsere Bilder, unsere Erfahrungen und über unser Leben aus.
Es entstand der Wunsch noch einen gemeinsamen Chant zu tönen. Wir entschieden uns für „We are a circle, within a circle, with no beginning and never ending“ und chanteten diesen im Kreis noch einige Male.
Nach Verabschiedung und Auflösen des Kreises wurden noch bio-Apfelchips von Fink https://www.bio-fink.at/verarbeitung_apfelchips.1784.html verzehrt und wir plauderten ausgiebig.
Besonders freut es mich dass auch jmd. aus dem Bundesland Kärnten angereist ist.
Danke D. für das Mitnehmen der Getreideähren.
Danke allen für die großzügige Spende.
Seit Covid hat mir diese Ritual am besten Gefallen – nochmal herzlichen Dank allen!

Juli-Stammtisch

ReclaimingStT: „Wofür lohnt es sich zu leben? Und das mit den Werten…“ 23.07.2026

„Es gibt nur ein wirklich ernstes philosophisches Problem: den Selbstmord.“ Albert Camus
(Der erste Satz aus sein Buch “ Der Mythos des Sisyphos“)

Urlaubszeit ist und so blieben auch die Besucher fern. Schließlich diskutierten 2 der Gründungsmitglieder von Reclaiming Graz, nachdem sie Orakel legten, über was sich für sie zu leben lohnt.
Gedanken u.a. von Albert Camus, Viktor E. Frankl, Osho, Jiddu Krishnamurti wurden vorgetragen und dienten als Gesprächsanregung…
Auch anhand der Werteaufstellung verglichen wird unser eigenes Wertesystem. Es war inspirierend und auch durch die Getränke berauschend 🙂


Einige der aufgelegten Textstellen:
Wofür lohnt es sich zu leben?

Sinngemäß würde der Existentialist – Philosoph Albert Camus antworten:

„Mitten im Winter entdeckte ich schließlich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer liegt.“

Das Leben muss sich nicht lohnen, um lebenswert zu sein. Es genügt, es bewusst, frei und leidenschaftlich zu leben.



Nach Jiddu Krishnamurti entsteht ein sinnvolles Leben nicht dadurch, dass man einen vorgegebenen Lebenszweck findet. Vielmehr entsteht es, wenn man:

  • sich selbst ohne Selbsttäuschung beobachtet,
  • frei von Angst und psychologischer Abhängigkeit wird,
  • im gegenwärtigen Moment lebt, statt ständig Vergangenheit oder Zukunft nachzuhängen,
  • Liebe und Mitgefühl nicht als Ideale verfolgt, sondern als natürliche Folge eines klaren Geistes erfährt.

Er hätte vermutlich gesagt, dass die Frage „Was ist der Sinn des Lebens?“ bereits in die Irre führen kann. Für ihn war die wichtigere Frage: „Kannst du dein Leben jetzt vollständig wahrnehmen – ohne Flucht, ohne Ideologien, ohne Angst?“ Wenn das gelingt, erübrigt sich die Suche nach einem abstrakten Sinn.


Der Psychiater Viktor Emil Frankl schrieb nicht, dass der Mensch sich einen Sinn ausdenken müsse. Er meinte vielmehr, dass das Leben uns in jedem Augenblick eine Frage stellt und wir durch unsere Antwort darauf Sinn verwirklichen.

„Dem Menschen kann alles genommen werden, nur eines nicht: die letzte der menschlichen Freiheiten – seine Einstellung zu den gegebenen Verhältnissen zu wählen.“

„Sinn kann nicht gegeben, sondern muss gefunden werden.“

Sinnmomente in der Gegenwart:

  1. Durch Schaffen oder Tun.
    • Eine Aufgabe erfüllen.
    • Jemandem helfen.
    • Etwas erschaffen.
  2. Durch Erleben.
    • Die Schönheit eines Sonnenuntergangs.
    • Musik hören.
    • Ein tiefes Gespräch.
    • Die Begegnung mit einem geliebten Menschen.

Frankl betonte, dass solche Augenblicke nicht „klein“ sind – sie sind bereits sinnvolle Erfahrungen.

  1. Durch die Haltung zum Unvermeidbaren.
    • Wenn Leid nicht mehr verändert werden kann, bleibt die Freiheit, ihm mit Würde zu begegnen.

Jeder Augenblick enthält eine einzigartige Möglichkeit, Sinn zu verwirklichen – und wenn dieser Augenblick vorüber ist, kehrt genau diese Möglichkeit nie wieder zurück. 
Das verleiht selbst alltäglichen Momenten Gewicht.


Osho (Bhagwan Shree Rajneesh)  Für ihn war das Leben kein Mittel zu einem Zweck – es braucht keinen äußeren Sinn, weil es selbst der Sinn ist.

„Life is not a problem to be solved, but a mystery to be lived.“
„Das Leben ist kein Problem, das gelöst werden muss, sondern ein Geheimnis, das gelebt werden will.“

„Be — don’t try to become.“
„Sei – versuche nicht, jemand zu werden.“

„The moment you start looking for the meaning of life, you have already missed life.“
„In dem Moment, in dem du nach dem Sinn des Lebens suchst, hast du das Leben bereits verpasst.“

„Celebrate life.“
„Feiere das Leben.“

„Love, laugh, dance, meditate.“
Diese vier Worte fassen einen großen Teil seiner Lehre zusammen: Liebe, Humor, Lebendigkeit und Bewusstheit.

Sinngemäß würde Osho über Sinn sagen:

  • Lebe nicht für etwas – lebe vollständig.
  • Das Leben ist kein Projekt, das abgeschlossen werden muss.
  • Freude, Liebe, Kreativität und Meditation sind keine Mittel zum Sinn; sie sind Ausdruck eines erfüllten Lebens.
  • Wer ständig nach einem zukünftigen Sinn sucht, übersieht die Lebendigkeit des gegenwärtigen Augenblicks.

„Lebe so total, dass jeder Augenblick Selbstzweck ist.“


Schwartz (Shalom H. Schwartz.) Theory of Basic Human Values. Seine Forschung gilt heute als einer der wichtigsten Standards der Werteforschung.

Er identifizierte zehn grundlegende Wertetypen:

  1. Selbstbestimmung (Unabhängigkeit, Kreativität)
  2. Stimulation (Abwechslung, Herausforderung)
  3. Hedonismus (Freude, Genuss)
  4. Leistung (Erfolg, Kompetenz)
  5. Macht (Status, Einfluss)
  6. Sicherheit (Stabilität, Schutz)
  7. Konformität (Regeln einhalten)
  8. Tradition (Kulturelle und religiöse Bräuche)
  9. Wohlwollen (Fürsorge für nahestehende Menschen)
  10. Universalismus (Gerechtigkeit, Toleranz, Schutz von Mensch und Natur)

Vom Denken zum Intuieren, zum Fühlen, zum Empfinden“ beschreibt einen Weg, den viele philosophische und spirituelle Traditionen kennen. Gemeint ist nicht, das Denken abzulehnen, sondern ihm nicht die alleinige Herrschaft über das Leben zu überlassen.

Man könnte die vier Begriffe so verstehen:

  • Denken – analysieren, vergleichen, planen, bewerten. Das Denken ist ein wertvolles Werkzeug, kann aber in Grübeln und endlosen Fragen gefangen bleiben.
  • Intuieren – eine unmittelbare Einsicht, die nicht Schritt für Schritt hergeleitet wird. Ein stilles Wissen, das oft erst hörbar wird, wenn der Geist ruhiger ist.
  • Fühlen – die bewusste Wahrnehmung von Emotionen wie Freude, Trauer, Angst oder Liebe, ohne sie sofort zu bewerten.
  • Empfinden – die unmittelbare Erfahrung des Lebens über die Sinne und den Körper: den Wind auf der Haut, den Atem, den Klang der Vögel, die Wärme der Sonne. Es ist die direkteste Form des Gegenwärtigseins.

Ein kurzer Satz, der diese Bewegung zusammenfasst, könnte lauten:

„Der Verstand erklärt das Leben. Das Empfinden lässt es erfahren.“

Oder:

„Der Kopf sucht Antworten. Das Herz erkennt. Die Sinne erfahren.“

Letztlich geht es nicht darum, weniger zu denken, sondern darum, das Denken an seinen richtigen Platz zu setzen – als Werkzeug statt als ständigen Mittelpunkt der Erfahrung. Viele Menschen erleben, dass sich dadurch mehr Ruhe, Lebendigkeit und Verbundenheit mit dem gegenwärtigen Augenblick einstellen.

–> nächster Stammtisch schon am 6. August 2026 wie immer 20:00 Cheers, vermutlich Thema Heilung – die 1. Getränkerunde wird übernommen!

Wintersonnwende

Intention des Rituals wird erst entwickelt
Ritual mit typischen Reclaimingaufbau, mit Intention und natürlich mit einigen Chants und hoffentlich (wenn genügend durchgängige Leute dabei sind) mit Kraftkegel 😊
Unserer Rituale sind ekstatisch und nicht traditionell!

Frühzeitige  Anmeldung wär toll, denn dann kann ich besser planen, für einen Spiraltanz sollten mehrere Leute sein…

freiwillige Spende

Achtung: Leute die Medikamente (vor allem Antipsychotika, Stimmungsstabilisatoren) nehmen oder an psychiatrischen Krankheiten leiden sollten vorher Rücksprache mit Ceru halten bzw. fernbleiben!

Anmeldung unter ReclaimingGraz@gmx.net

Litha-Ritual

Ritual zum Jahreskreisfest  der Sommersonnwende

Intention des Rituals wird erst entwickelt
Ritual mit typischen Reclaimingaufbau, mit Intention und natürlich mit einigen Chants und hoffentlich (wenn genügend durchgängige Leute dabei sind) mit Kraftkegel 😊
Unserer Rituale sind ekstatisch und nicht traditionell!

Frühzeitige  Anmeldung wär toll, denn dann kann ich besser planen, für einen Spiraltanz sollten mehrere Leute sein…

freiwillige Spende

Achtung: Leute die Medikamente (vor allem Antipsychotika, Stimmungsstabilisatoren) nehmen oder an psychiatrischen Krankheiten leiden sollten vorher Rücksprache mit Ceru halten bzw. fernbleiben!

Anmeldung unter ReclaimingGraz@gmx.net

 

Beltane-Ritual

Beltane-Ritual Mi 30.04.2025 20:00 Uhr-22:30 Uhr  Ort wird bei Anmeldung unter reclaimingGraz@gmx.net bekannt gegeben
Reclaiming-Ritual mit typischen Aufbau (Intention; Reinigung, Erdung, Kreisziehen, Einladen). Intention vermutlich: Wir achten unseren Körper, spüren die Lebenskraft und feiern das Leben und die Lebensenergie.“
Hauptteil wird eine Art Trancereise sein, eventuell in Verbindung mit zirkulären Atmen. Für einige Variationen von zirkulären Atmen gibt es die Kontraindikationen (siehe unten)
Dann – wenn genügend Leute sind – wäre ein Spiral-dance schön, oder Orakelstationen wenn zu wenige sind. Natürlich gibt es einige Chants und viele Rasseln 😊

  • Bunte, blumige, oder rote Kleidung empfohlen (habe ich leider nicht)
  • wenn möglich bitte Sitzkissen und eventuell etwas zum Zudecken mitnehmen
  • Achtung: Teilnahme nicht möglich bei: Bluthochdruck,  Herz- und Kreislaufprobleme, Epilepsie, grüner Star, Einnahme von stimmungsstabilisierende Medikamente (Lithium, Valproinsäure, Antipsychotika), Psychiatrische Krankheiten (v.a. Manien, schizophreniforme KH, boderline PST…) — hier bitte bei mir nachfragen!
  • ReclaimingPrinzipien: 1) Ihr selbst seid die höchste Autorität, ihr seid für euch verantwortlich – d.h. wenn etwas für euch nicht past macht ihr es nicht!
    2) die Veranstaltung ist Alkohol- und Drogenfrei
    3) Personenbezogene Daten dringen nicht nach außen!
  • Kosten: freiwillige Spende

bitte Anmeldung unter reclaimingGraz@gmx.net

Imbolc2020

I am with you, that I might heal
you are with me, that you might heal
we are together, that we might heal
and we are healing that we might love

Gemeinsam ohne Bewertungskriterien, im hier und jetzt gestalteten 9 Leute das Ritual mit der Intention:
Wir übergeben dem noch jungen Jahr unsere Wünsche und Segnungen und feiern das stärker werdende Licht.

Nach üblichem Reclaiming Anfangsteil diskutierten wir in 3er Gruppen über Wünsche und Ziele,  atmeten, tönten und rasselten gemeinsam, gestalteten 2 Wunsch- oder Segensbänder, tauschten diese untereinander aus und sangen natürlich einige Chants.

Die Energie war gut und hinterher fühlte ich Verundenheit und  mir fiel Lächeln leichter.
Wie wir mehrmals sangen: we are together, that we might heal…

ein paar Fotos: https://www.reclaiming.at/fotos-2/nggallery/all/imbolc2020

Mabon 2019

POP-UP: Cookies werden gespeichert, weitere Infos: https://www.reclaiming.at/impressum/

Das Fest musste aufgrund Terminkollisionen um eine Woche rückverlegt werden und fand am 27. statt am 21. September statt.

Die Planung erfolgte gemeinsam und ich freute mich irrsinnig wieder gemeinsam mit Realef ein Ritual an zuleiten.
Urlaubsreif, überarbeitet und übermüdet machte ich mich auf die 2 stündige Autofahrt nach Graz.  Dabei dachte ich dass es besser wäre nicht in meinem übermüdeten Zustand Auto zu fahren – dennoch hielt mich die Vorfreude wach und zuversichtlich.
Die erste Überraschung war, das eine Yogagruppe den Raum bis zu unserem Starttermin besetzte. Also konnte ich nicht, wie geplant, den Ritualplan vorbereiten und ich spazierte 30 Minuten herum, ging in mich, führte einige Visualisierungsübungen durch und lies mir das Ritual nochmal durch den Kopf gehen.
Dann kam die WhatsApp-Nachricht dass ich aufgrund eine familiären Zwischenfalles durch das Ritual wohl alleine als Hauptanleiter führen muss.

Die Intention wurde von mir beim Nachdenken gekürzt auf:

Wir betrachten mit Göttin Inanna unsere Lebensgeschichte um die Selbsterkenntnis zu fördern und um ins Gleichgewicht  zu kommen.

Erstmalig wurde kein Plakat für das Ritual geschrieben. Es war mir wichtiger die Leute gleich zu involvieren und zu Beginn wurden verschiedene Orakelkarten herumgereicht und mittels Orakelkarten erfolgte etwas wie eine Vorstellungsrunde.

Dazwischen gab es eine Erklärung der Reclaiming-Grundsätze, Kurzerklärung was Reclaiming ist, eine gemeinsame Atemübung in der Gruppe und einen Einwurf warum wir dies heute machen.

Dann wurde das Ritual mündlich durchbesprochen. Wobei die Person, welche am öftesten teilgenommen hat auch Einladungen übernahm.

Schlussendlich begannen die 10 teilnehmenden Personen eine Reise durch ihre Lebensgeschichte…

Meine Reclaiming-Lehrerin sagt mir eine Hand ist im Ritual für dich und die andere um die Leute durch das Ritual zu führen und gut auf sie zu achten. Leider waren 9 Personen zu viele um allen die Aufmerksamkeit zu geben, die nötig wäre. 
4 Leute waren das erste Mal bei einem Reclaiming-Ritual und ich konnte ihre Reaktionen nicht wirklich einschätzen. Doch da hinterher – leider nur bei gutem Grazer Trinkwasser – noch ausgiebig geplaudert wurde nehme ich an dass es für den größeren Teil eine positive Erfahrung war.

Für mich war das Ritual sehr intensiv …  Ich weiß was ich tun muss um mehr „in Balance“ zu kommen, scheue mich aber die nötigen Schritte zu unternehmen…

Danke für alle Personen die teilgenommen haben, danke den mitwirkenden Kräften, danke den Theosophen für die Vermietung des Raumes.
Schön war es – gesegnet seis!

Anmerkung:
natürlich kommt es immer ganz darauf an welche Personen das Ritual planen. Wir haben alle etwas unterschiedliche Schwerpunktlegungen und eine völlig andere Lebensgeschichte.

Das Jahreskreisfest gibt eine Anzahl an Möglichkeiten (aufgrund des Themas) vor, doch uns von Reclaiming geht es um die Intention. Wir planen das Ritual vor allem für uns – uns geht es nicht um – wie bei vielen Anbietern – zu verkaufen oder Werbung zu machen. Es geht uns auch nicht traditionell den Sinn des Jahreskreisfest möglichst gut zu erfüllen. (Kritikpunkt einer teilnehmenden Schamanin)
Neben der Intention ist eines der Grundanliegen von allen Ritualen, Heilung – Besserung (in unser entfremdenden Gesellschaft dringend nötig!) und natürlich Selbsterkenntnis.
„Denn wenn eine spirituelle Praxis nicht zu mehr Selbsterkenntnis führt, dann ist sie umsonst“ (sinngemäß von Thorn Coye – Reclaiming und Feri-Lehrerin und Autorin)

Jahreskreisfest Samhain

Die Jahresnacht erwartet uns- ein freier Raum zwischen Altem und Neuem. Die Nebel sind dünn in dieser Nacht, dünner als sie in diesem Jahresrad je waren. 
Im Raum von Samhain und seinen dünnen Nebeln, im Raum dazwischen ist alles möglich! 
Die Übergänge sind näher, und im Niemandsland dieser Übergänge können wir in dieser Jahresnacht den Ahnen und der Anderwelt näher sein als je zuvor.

Gemeinsam werden wir diese Übergänge erforschen und die dünnen Nebel zu Ehren unserer Ahnen und der Anderwelt so weit jeder für sich selbst verantworten kann, lüften…

„…weißt du zu sehen?“…

Mabon Jahreskreisfest

Herbst Tag und Nacht Gleiche

Gemeinsam begehen wir die Feierlichkeiten zu Mabon, dem Schwellenfest, an dem perfekte Harmonie zum zweiten Mal im Jahresrad herrscht: Tag und Nacht sind exakt gleich lange. 

Der Sommer geht zu Ende, der Herbst beginnt- wir können nun in beide Richtungen schauen: zurück in den Sommer, dieser Blick fällt meiste leichter und ist mit süßen Erinnerungen gespickt, und nach vor in die dunkle Jahreskreishälfte- dieser Blick nach vorne fällt schon ein wenig schwerer: dieser erste Schritt in die Dunkle Jahreshälfte fällt manchen oft schwer: die Angst vor dem Dunklen, Angst vor Verlust und Schmerz und Angst vor den eigenen Gefühlen….

Weil es wichtig ist, den ersten Schritt in diese Jahreszeit, über die Schwelle, bewusst und mit der richtigen Einstellung zu setzen, um den Sommer gebührend zu verabschieden und uns gemeinsam in den Herbst zu tanzen, lädt  Reclaiming Graz zur Jahresfeierlichkeit zu MABON!

Lugnasadh 2018

Diesmal feierten wir draußen. Im Garten mit Feuerschale, mit Decken in der Wiese, mit Blumen, Früchten und jede Menge Kindern. Es war sehr schön. Es war laut. Es war lebendig. Die Sensenfrau war dabei, Kali, die Schwarze. „If it doesn’t serve us, burn it all away!“ Der Kornkönig wurde geopfert, obwohl er so hübsch war, und sogar einen Penis hatte. Wir haben Brot und Traubensaft geteilt. Wir haben uns für den Reichtum bedankt, der unser Leben sichert, für die Opfer der Natur. Was können wir ihr zurückgeben? Das muss sich jeder selber fragen. Der Reclaimingschmaus ist jedenfalls biologisch, regional und vegan…

Fotos: https://www.reclaiming.at/lugh2018/
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Infos zum Jahreskreisfest Lughnasadh (oder Lammas, Erste Ernte, Fest der Kornernte):
Nicht jede Saat wird aufgehen, so wie auch nicht jeder unsere Pläne von Erfolg gekrönt sein kann.
Thema dieses Festes ist demnach die Ernte als Ergebnis des gemeinsamen Werkens der Menschen und der Naturkräfte. Sie schließt Erfolg und Verlust immer mit ein. Die menschliche Fähigkeit, zu ernten setzt deshalb sowohl die Achtung vor als auch die Aussöhnung mit diesen beiden polaren Gegensätzen voraus. Sie besteht in der freudigen Annahme der Gaben, die das Leben jetzt für uns bereithält und im bereitwilligen Loslassen all jener Dinge, denen ein Wachstum nicht vergönnt war – aus welchem Gründen auch immer. Zu Lugnasadh, dem rauschhaften Fest für den Überfluss des Lebens, feiern wir die Gaben von Mutter Erde, die durch Verlust gewonnen worden sind. Die Tränen für den Tod des Kornkönigs und der überwältigende Jubel für die Nahrung, die er spendet, gehen ineinander über, sind untrennbar miteinander verbunden. Denn es ist der Tod, der das Leben nährt, das unweigerlich zum Tode führt, um neues Leben zu nähren und selbst genährt zu werden und wieder zurückzukehren in die Welt. So dreht sich ewig das Rad.