Ritualworkshop 7. September

In unserer Gruppe gibt es gibt keine festgelegten, dauerhaften Leitungspersonen sondern die Aufgaben sollen rotieren.
Und auch die Ritualplanung geschieht abwechselnd und dadurch bekommen Mitglieder die Chance an Erfahrung und Selbstwirksamkeit zu wachsen.

Doch was macht ein Reclaimingritual aus? Das war die Grundfrage.
Sollte uns jmd. aus einer Reclaiminggemeinschaft aus Amerika, Australien, England, Deutschland oder sonst irgendwo zufällig besuchen sollte die Person sofort bemerken das es ein Ritual der Reclaiminggemeinschaft ist.

Der mir am wichtigsten Punkt ist: Wir haben eine Intention. Das Ritual richtet sich auf die Intention aus. Die Frage bei der ritualerstellung sollte oftmals lauten: was passt besser zu dieser Intention. Welche Methoden passen, welche Lieder (Reclaimer*Innen singen viel und gerne) und was sonst noch passt zur Intention?

Was sonst noch wichtig ist EIEIO EEE kann unter dem Text „Was ist reclaiming?“ (obere Menübalken) nachgelesen werden.
von Ceru

Übungsabend am 24.8, oder wie die Energie zu fließen begonnen hat…

Blessed be!

Errare humanum est, Irren ist menschlich, wie oft hören wir Sätze wie diese und denken; „Wie schön es doch währ wenns auch etwas leichter ginge!“

Doch Abkürzungen gibt es im Leben nicht und das ist auch gut so, wir sind unvollkommen und machen Fehler! Doch das ist unsere Große Chance über uns hinauszuwachsen und mehr das zu sein, was wir wirklich seien wollen. Doch viele sind zu ängstlich (und manchmal auch zu bequem : ) sich darin zu üben, besser zu werden als man voher war.  Aber für die Anderen, die welche bereit sind, auch nur etwas über sich hinaus zu wachsen, sind immer gerne an den Übungsabenden gesehen. Ich schreibe dir jetzt wie der Übungsabend am 24.8 war und hoffe das dir die Lectüre wenigstens etwas weiterhilft, egal wie auch immer.

Am Anfang bin ich, fast aus Gewohnheit schon, fast 30 min zu spät gekommen, doch war die Athmosphäre, sehr angenehm. Wir unterhielten uns und plauderten, doch zwischendurch machten wir immer wieder kleinere und auch größere spirituelle Übungen. Wir waren mal Bäume und dann zerschlugen wir ein zwei astrale Eier und hatten Spaß. Es waren nicht alzuviele da, doch als wir schon fast aufhören wollten kam noch jemand, der sich nicht nur wie ich 30 min verspätete sonder fast 90 min. Dann ging es mit dem Experimentieren los! Wir machten Energiebälle und fühlten unsere Energie und dann auch die eines Partners, so das jerder jeden mal als Partner hatten. Auch ein Pendel war dann im Einsatz und schwang bei machen fröhlich und bei anderen sehr verhalten, im Raum herum. Zwieschen diesen praktischen übungen erzählte einer von uns auch theoretische spirituelle Zusamenhänge, wie über die 4 Selbste oder die spirituellen Körper.

Doch nach gut 120min begannen wir zu singen und zu chanten, wir tanzten. Eine Schwester brauchte etwas Kraft und wir anderen sangen und tanzten um diese um sie aufzubauen, sie war zwar etwas perplex doch ich glaube es hat ihr sehr gefallen. Um 10 mussten wir dann aufhöhren (nicht weil wir erschöpft gewesen währen, sondern weil Nachtruhe geboten war) Der Abend endete mit tratschen und ein paar guten Snacks.

Mögest du auf deinen Wegen von der Göttin und dem Gott geschützt und geleitet sein!

Sei gesegnet,

Ein Lernender

 

Lugnasadh 2018

Diesmal feierten wir draußen. Im Garten mit Feuerschale, mit Decken in der Wiese, mit Blumen, Früchten und jede Menge Kindern. Es war sehr schön. Es war laut. Es war lebendig. Die Sensenfrau war dabei, Kali, die Schwarze. „If it doesn’t serve us, burn it all away!“ Der Kornkönig wurde geopfert, obwohl er so hübsch war, und sogar einen Penis hatte. Wir haben Brot und Traubensaft geteilt. Wir haben uns für den Reichtum bedankt, der unser Leben sichert, für die Opfer der Natur. Was können wir ihr zurückgeben? Das muss sich jeder selber fragen. Der Reclaimingschmaus ist jedenfalls biologisch, regional und vegan…

Fotos: http://www.reclaiming.at/lugh2018/
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Infos zum Jahreskreisfest Lughnasadh (oder Lammas, Erste Ernte, Fest der Kornernte):
Nicht jede Saat wird aufgehen, so wie auch nicht jeder unsere Pläne von Erfolg gekrönt sein kann.
Thema dieses Festes ist demnach die Ernte als Ergebnis des gemeinsamen Werkens der Menschen und der Naturkräfte. Sie schließt Erfolg und Verlust immer mit ein. Die menschliche Fähigkeit, zu ernten setzt deshalb sowohl die Achtung vor als auch die Aussöhnung mit diesen beiden polaren Gegensätzen voraus. Sie besteht in der freudigen Annahme der Gaben, die das Leben jetzt für uns bereithält und im bereitwilligen Loslassen all jener Dinge, denen ein Wachstum nicht vergönnt war – aus welchem Gründen auch immer. Zu Lugnasadh, dem rauschhaften Fest für den Überfluss des Lebens, feiern wir die Gaben von Mutter Erde, die durch Verlust gewonnen worden sind. Die Tränen für den Tod des Kornkönigs und der überwältigende Jubel für die Nahrung, die er spendet, gehen ineinander über, sind untrennbar miteinander verbunden. Denn es ist der Tod, der das Leben nährt, das unweigerlich zum Tode führt, um neues Leben zu nähren und selbst genährt zu werden und wieder zurückzukehren in die Welt. So dreht sich ewig das Rad.

Stammtisch Juli2018

Auf zum Stammtisch, oder wie J. es nannte „Reclaiminggelage“ – ich verstehe auch dass Stammtisch irgendwie langweilig klingt, aber ob „Gelage“ das richtige Wort ist wage ich zu bezweifeln.
Aber egal wie die Bezeichnung dafür ist – Ich freu mich endlich lieb- und wertgeschätze Personen wieder zu treffen und auch neue Personen kennenzulernen und sie, ggf, für Reclaiming zu begeistern.
Diesmal bin ich entspannter, da ich den Stammtisch nicht organisiert habe. Denn das letzte Mal als ich für 10 Personen reservierte fühlt sich ein Teil in mir verpflichtet für die reservierten leeren Plätze mitzukonsumieren…

Einige Anregungen, die ich zum heutigen Thema Lebensenergie geben will, sowie einige Orakelarten habe ich in der Tasche.
Durch Bauarbeiten verspätete sich der Bus und ich betrete den Bierbaron, der diesmal das Reclaimingelage beherbergt, 5 Minuten später.
Bereits 2 Gäste sind bereits anwesend – davon hat eine Person das erste Mal zu uns gefunden und H. war zuvor ein Mal beim letzten Jahreskreisfest dabei. Bald darauf kommen weitere Personen bis wir 8 Personen zählen.

Es waren zumeist gleichzeitig 2 Gesprächsstränge im Gange und dazwischen nahmen sich 1-3 Personen ständig eine Essensauszeit. Soviel ich mitbekam wurden Urlaubserfahrungen, Yoga und spirituelle Praktiken geteilt, Politische Situation, Durchrechnungszeiträume usw besprochen…. jmd. brillierte mit tolle Wissen über Indien, Götter und Theosophen, was nicht immer vom Monolog zum Dia- oder Multilog wechselte.
Unser Jugendbeauftragter kümmerte sich mit vollem Einsatz um unseren Jüngsten Teilnehmer und es wurde gemeinsam gezeichnet, Geschichten erzählt und gerätselt.

Nicht alle Erwartungen der Anwesenden wurden erfüllt und nach Wissensdemonstration und schmackhaftem Mahl verlies der erste geschätzte Gast die Veranstaltung.
Da nun die grobstoffliche Energieaufnahme in Form von Nahrung abgeschlossen war, war nun endlich Zeit für die Orakelkarten.
Ich hatte 4 Orakel-Sets mit. Der Vorschlag Karten zu ziehen und dann etwas über sich bzw. die Karten zu erzählen wurde nicht von allen begrüßt.
Neben der Vorstellung und dem Besser-kennen-lernen der KartenzieherInnen (nicht alle nahmen teil) zeigten einige gezogene Karten auch ein Thema auf, das in der/dem Zieher/In liegt und nicht wahrgenommen werden will.
Erfahrungen, Schwierigkeiten, Freuden, Leidenschaften, Hobbies und Gesellschaftskritische Anregungen wurden bis nach 01:00 Uhr ausgetauscht.
Dazwischen wurden auch 2 signierte Bücher von einem anwesenden Autor verschenkt.

Eigentlich war das Thema Lebensenergie – aber es war nie passend ein Gespräch oder das Mahl zu unterbrechen um einen kurzen Monolog über Lebensenergie zu führen.

Glücklich, zufrieden und begeistert lese ich zu Hause vor dem Schlafen gehen das Zitat:
…. Menschen lernen, während sie ihre Geschichte erzählen, dass sie sich selbst entdecken können, wenn sie beginnen, sich für die anderen kämpfenden Menschen zu interessieren, mit denen sie in der Welt leben
bezüglich Lebensenergie kann ich nach dem Stammtisch diesen Eintrag machen:
Das Zusammenkommen von authentischen und sich nicht hinter sozialen Rollen versteckenden Menschen die ihre Erfahrungen und Kämpfe im wertschätzenden Dialog teilen steigert die Begeisterung und somit auch die Lebensenergie.
Mit einem Lächeln ging ich ins Bett und wachte energetisierter am nächsten Tag auf um glücklich gleich Sisyphos zu meinem Stein zu gehen.

Litha17.Juni2018

Den Kopf noch voll von den möglichen Elementen die wir im Ritual einsetzen könnten (ich war diesmal der Hauptplaner) machte ich mich voller Freude auf den Weg zur Theosophischen Gesellschaft.
Obwohl die Sommersonnwende, oder das Lithafest, erst einige Tage später war feierten wir es schon viel früher. Einige Personen waren nämlich am richtigen Termin verhindert und ein so wichtiges Fest als „Paganist“ (c Klara 😉 nicht zu feiern geht gar nicht – also besser zu früh als gar nicht feiern.
Ich hatte eine ungefähre Intention im Kopf.
Natürlich geht es um Freude, Lebenslust, Feiern und zugleich auch schon vorbereiten auf die bald kommende dunkle Zeit – denn die Nächte werden nun wieder länger.
Beim letzten Jahreskreisfest waren insgesamt 16 Leute – so viel wie noch nie – dabei und die Energie war toll.
Mit Begeisterung und bepackt wie ein Lastesel mit Rasseln, Trommeln, Ritualzeug, MP-3Verstärker, CD-s, Räucherwaren, Kerzen, Schmelzfeuer, Tücher, Malutensilien, Essen schritt ich stolz in den ehrwürdigen Theosophischen Saal.

Doch was war los?
Auch nachdem wir mit den Beginn 30 Minuten warteten waren wir nicht einmal die Hälfte der Personen vom letzten Mal.
Ich nahm in mir Enttäuschung wahr und mein Sprechendes Selbst sagte „da siehst du? Schade um die Zeit die du investiert hast, du hättest etwas Schönes, Entspannendes das Wochenende machen können. Nun hast du wieder fast das ganze Wochenende umsonst versch… anstatt dich anderen so notwendigen Dingen zu widmen“
Aber eine kleine Übung und ich verband mich mit den anderen 2 Selbsten.
Mein kindliches Selbst/die Wildnatur sagte: „Chanten, singen, Malen – ich freue mich. Lauter tolle Leute, genau die richtige Zahl – so kannst ich auch mit allen quatschen und spielen ;-)“
Eine Definition von Magie ist auch „Den Bewusstseinszustand nach Belieben zu verändern“. Also brauchte ich einige Minuten bis ich die Enttäuschung in Freude und Begeisterung veränderte.

Gemeinsam wurde unsere Intention so niedergeschrieben: „Wir feiern gemeinsam mit Lebensfreude den längsten Tag des Jahres und die Fülle des Lebens“.
Dann wurden die Rollen verteilt.
Hier sage (schreibe) ich: Danke für das aktive Mitmachen!
Erstmals hat Bexa die Begrüßung, Einleitung und Grundlagenerklärung übernommen und uns ein uns vorher nicht bekanntes Lied beigebracht. Die Erdung von K. war toll und wirkungsvoll. Die Herbeirufungen von M. waren wie gewohnt in eloquenter Brillianz und auch Taras Herbeirufung der Krafttiere war sofort spürbar. Danke!
Nach dem üblichen Reclaiming-AnfangsRitualaufbau mit Intention, Reinigung (diesmal mit Räuchern) Erden, Kreisziehen, Einladen der Elemente und anderer unterstützender Kräfte ging es zum Hauptteil.

Zuerst leitete ich eine Visualisationsübung an, in dem wir die Sonnenenergie spürbar über das Bauchchakra aufnehmen und dann die Feuerenergie ähnlich wie Kundalinienergie aufsteigen liesen und unsere Aura „anfeuern“. Danach war Zeit die Feuerenergie und Begeisterung auszudrücken – sich zu bewegen, tanzen, rasseln, Laute von sich zu geben – sich lebendig zu fühlen. Dies freute das Kindliche Selbst/bzw. die Wildnatur. Zum Abschluss wurde mit Begeisterung gechantet.
Der 2. Teil (der leider in der Intention nicht niedergeschrieben ist…) bestand darin uns zu erinnern welche wärmenden Erinnerungen wir bereits jetzt für die Kalte Zeit einlagern können. In der Ritualvorbereitung habe ich mir das Zitat von Albert Camus aufgeschrieben: „“In den Tiefen des Winters erfuhr ich schliesslich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer liegt.“
Das Angebot war während 20 Minuten „American Indian Chants“ von Gerhard Lipold zu malen, zu zeichnen oder Erinnerungen aufzuschreiben deren Erinnerung uns wärmt.
Also normalerweise nicht-malende-oder-zeichnende-sparflammenkreative-Person tat ich mir erst mit der Aufgabenstellung schwer – aber nach einiger Zeit konnte ich einige für mich bedeutsame Zeichen malen und angenehme Erlebnisse niederschreiben.
Doch meine Erkenntnis war: es fehlt mir neben den angenehmen Erlebnissen ein wirklich bedeutsames Ereignis der Lebensfreude. Ich nahm mir vor ab nun achtsam zu sein um die Gelegenheit nicht verstreichen zu lassen.
Danach wurde noch gechantet und nach Auflösen des Kreises bei Apfelchips und Co sowie bei Hintergrundmusik geplaudert.

Diesmal hatten wir beim Ritual die bisher jüngste Teilnehmerin mit 7 Jahren dabei und den wahrscheinlich bis jetzt ältesten Teilnehmer. Danke fürs Mitmachen!
Ich fand die Feier, schön und stimmig und alle die Rollen übernahmen konnten Erfahrung sammeln. Durch die Reflexionszeit beim Malen kam mir eine wichtige Erkenntnis, die dazu führte dass ich noch lange mit lachenden Herzen, voll mit Begeisterung auf ein Ereignis das einige Tage nach dem Ritual stattfand zurückblicken werden.
Und auch die quantitative Anzahl der Personen war optimal für die weitere Entwicklung der Kerngruppe — Danke und gesegnet seis!
Fotos: http://www.reclaiming.at/litha2018/

Übungsabend 07. Juni 2018

Der Dermatologe zaubert Buntstifte und Rasseln aus seiner Tasche, die Psychologin gähnt und der Student der Geschichte versucht, im Raum anzukommen. Die Religionslehrerin hat Marillen mitgebracht.
Während die Gespräche langsam zueinander finden, sitzt die 7-jährige Tochter der Kinderbuch-Autorin mehr oder weniger gelangweilt neben ihrer Mama und versucht immer wieder, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Es ist eine sehr gemischte Gruppe, die heute Abend gemütlich hier im Grazer Spektral zusammensitzt. Wir diskutieren über die Vor- und Nachteile der Psychoanalytik gegenüber scheinbar schnelleren Methoden wie zum Beispiel Hypnose-Therapie und sprechen darüber, welche Methoden es gibt, um die 3 Selbste im Gleichgewicht zu halten. Wir sind uns einig, die tägliche Praxis hilft ebenso wie eine Gemeinschaft in der man sich austauschen und mit der man wichtige Ereignisse feiern kann. Denn das ist das Thema des Abends: die Lebensenergie.

Dazwischen wird immer wieder gesungen, gerasselt und getanzt – auch das hält die Lebensenergie am Fließen, vor allem, so spät am Abend, wenn alle müde von der Arbeit sind. Wir lachen, essen, trinken und diskutieren. Es stört niemanden, wenn sich einer einmal in ein Thema vertiefen will und das Gespräch kurz abschweift, denn die Menschen hier im Raum verbindet vor allem eines: der Respekt voreinander.

Trotzdem schafft es der Diskussionsleiter, dieses Mal Ceru, immer wieder geschickt, das Gespräch zurück zu holen. Auf diese Weise entwickelt sich der rote Faden des Abends zu einem strahlenförmigen Stern, der um das Zentrum „Lebensenergie“ tanzt.

Inspirierend, entspannend oder einfach nur schön, jeder empfindet diese Treffen anders. Doch am Ende trennen sich heute Menschen, die sich wieder treffen werden. Weil sie miteinander reden und voneinander lernen können. Vor allem aber, weil sie wissen, dass sie hier respektiert und ernst genommen werden, obwohl, oder gerade weil hier die pure Lebensfreude mit all ihren Facetten, auch den traurigen und wütenden, immer im Mittelpunkt steht.

Beltane 2018

Am Vorabend von Beltane, von vielen auch als Walpurgisnacht bekannt, trafen wir uns in den Räumlichkeiten der Theosophischen Gesellschaft um den „Jahrestag“, den Übergang zum sommerlichen Halbjahr mit all  seiner blühenden Fruchtbarkeit, Lebenskraft und grenzenloser Freude zu feiern. Zwar gab es entgegen aller Wetterwarnungen keinen Regen, jedoch der Ort war bereits bestimmt. Also wurde mit Blumen dekoriert und die Kräfte der Natur wurden so gut wie nur möglich in den Raum geholt. Wie wir später erleben durften, tat es der Energie absolut nichts ab. Mit 16 Männern und Frauen war die Gruppe größer als je zuvor und als Besonderheit dieses ohnehin besonderen Anlasses begleitete uns zusätzlich die Vollmond-Energie. Wir eröffneten das Ritual mit der Intention unsere Körper lustvoll wertzuschätzen, fruchten zu lassen was uns Freude macht und so die Lebensfreude in unserem Leben weiter anzukurbeln. Dies wurde erreicht durch die Präsenz der eingeladenen Wesenheiten, wie derer von Freya und Frey, aber auch durch Tanz, Gesang, Chants, Meditation und gemeinsamen lachen, gestalten und experimentieren. Durch die diesmalige „Internationalität“ wurde das Ritual zweisprachig abgehalten, wobei problemlos nach Bedarf zwischen deutsch und englisch hin und hergeswitcht wurde.  Ich habe diesen Abend persönlich als sehr liebevoll, aber auch sehr „heiß“ – erlebt, um nicht „sexy“ zu sagen, und fühle wie das innere Feuer, das entflammt wurde freudig weiterbruzelt und tänzelt, einem hoffnungsvollen Sommer entgegen… danke an die Initiatoren und alle, die dies schöne Fest mitgetragen haben!

Ritualplan, Chanttexte, Einladung Freya, Freyr (unter Fotos): http://www.reclaiming.at/beltane2018/

Übungsabend Freitag 21.April 2018

Am Freitag, den 21. April fand um 19 Uhr wieder ein gemeinsamer Übungsabend statt – diesmal im Augartenpark.

Das Wetter war perfekt und wir hatten einen lauen (fast 😉 Sommerabend…

Der Augarten war voll von mehrheitlich jungen Menschen, die in kleineren und größeren Grüppchen ihren Freizeitinteressen nachgingen.

So passten wir als junge Reclaiminggruppe absolut dazu.

Insgesamt waren wir 6 Erwachsene und zeitweise auch !!! zwei Kinder (das erste Mal bei einer Reclaimingveranstaltung in Graz).

Zuerst machten wir uns es mit Decken auf der Wiese bequem.
Nach einer Kennenlern- und Vorstellrunde begannen wir mit einer Reinigungs- und Erdungsübung, danach wurden der Kreis gezogen und mit dem Song „Air I am, Fire I am“ die 4 Elemente eingeladen.

Schließlich kamen wir zum Hauptthema unseres Übungsabends: die 3 Selbste – diese sind das „Innere Kind“ (oder „Fetch“), das „Sprechende Selbst“ und das „Göttinnen-Selbst“.
Alle Selbste sind gleich wichtig und gleichwertig.

Das „Innere Kind“ steht für den wilden, animalischen und nicht-kontrollierbaren Teil in uns, für jenen Anteil, den wir nicht in Worte fassen können, z.B. unsere körperlichen Sensationen, wie Kribbeln, Gänsehaut, Schmetterlinge im Bauch etc.

Das „Sprechende Selbst“ steht für alle unsere Rollen, die wir im Alltag und vor allem im beruflichen Leben auf uns nehmen. Es ist jener Anteil von uns, mit dem wir nach außen kommunizieren.

Das „Göttliche-Selbst“ steht für unsere Verbindung zum Kosmos bzw. universellen Energie bzw. zur Mutter Erde. Dieses Selbst steht in enger Verbindung mit dem „Inneren Kind“. (ungefähre Erklärung von Tara fürs erste passt es…)

Zuerst diskutierten wir über unsere Erfahrungen mit den 3 Selbsten, danach schenkten wir im Rahmen einer Meditation diesen 3 Selbsten unsere volle Aufmerksamkeit und betrachteten diese einzeln.

Danach hatte jede/r die Möglichkeit, in kreativer Form (zeichnerisch) diesen Selbsten Ausdruck zu verleihen und ev. auch den anderen herzuzeigen.

Danach haben wir auch einige Chants gesungen – dazu gerasselt, getanzt und dabei die tolle Gruppenenergie genossen.
Schließlich wurde der Kreis aufgelöst.
Und natürlich gab es nach der Veranstaltung wieder Saft, Apfelchips und Gemüsechips und gute Gespräche.

 

Witchcamp

Und endlich war es soweit!

Wir schafften es endlich, als Kerngruppe von reclaiming.graz (zu viert) in das „spirituelle Zentrum“(Sternschnuppe in Oldenbüttl – in Schleswig Holstein)von reclaiming Deutschland zu fahren (und zu fliegen). Dort nahmen wir erstmalig gemeinsam an einem Witchcamp teil, welches von 2 Reclaiminglehrerinnen (eine aus den USA) geleitet wurde. Vor allem bei den Ritualen unterstützte eine weitere deutsche Reclaiminlehrerin und Leiterin des Seminarhauses Sterschnuppe – Cassandra den Prozess. So konnten wir dem ursprünglichen Spirit von Reclaiming noch näher kommen.

Im Sternschnuppen-Seminarhaus wurden wir von den schon angekommenen deutschen Reclaiminghexen herzlich begrüßt und mit einer heißen Suppe willkommen geheißen, nach dem Abendessen bekamen wir noch eine Hausführung – ich muss wirklich sagen, dass Cassandra mit der Sternschnuppe wirklich etwas Tolles geschaffen hat und wirklich stolz darauf sein kann.

Der Tagesablauf war fast jeden Tag gleich: wir begannen in der Früh um 07:30 Uhr mit Chanten und konnten beim meditativen Singen uns gleich für den Tag energetisch auftanken. Z.B.: Welcome Brid sangen wir an einem Morgen 15 Minuten: https://www.youtube.com/watch?v=errGsBsWS3k
Danach gab es Frühstück und am Vormittag hatten wir mit unseren ReclaiminglehrerInnen gemeinsam Lehreinheiten bzw. wir behandelten ein Thema rund um Brigid.

Am Nachmittag hatten wir Zeit für die persönliche Praxis und für einen Austausch in der Bezugsgruppe (= eine kleine Gruppe ohne Lehrer wo wir Themen und Prozesse, welche uns beschäftigen noch im kleinen Rahmen besprechen konnten).

Vor dem Abendessen gab es noch eine Workshopeinheit zu unterschiedlichen Themen, die man freiwillig besuchen konnte.
Und jeden Abend (außer Mittwoch) gab es ab 20 Uhr 30 ein gemeinsames Ritual als Höhepunkt des ganzen Tages. Die Rituale wurden teils gemeinsam vorbereitet und es konnte sich meist jeder im Ritual persönlich einbringen.

Natürlich hatte das Phönixcamp ein durchgehendes Motto bzw. Thema: im Mittelpunkt dieses Witchcamps: die Göttin Brigid, Göttin der Heilung, der Kreativität und der Schmiedekunst (und der Bienen)

In der ganzen Woche beschäftigten wir uns in der Pfadarbeit, in den Bezugsgruppen, in unserer persönlichen Praxis und in den Ritualen, die meist am Abend stattfanden, mit den verschiedenen Aspekten und Geschenken der Göttin Brigid, mit dem Ziel, uns selber besser kennenzulernen und neue Impulse für unser Alltagsleben zu bekommen.

Für mich persönlich war dieses Witchcamp meine erste Champerfahrung.
Ich hatte auch noch keine persönliche Beziehung zur Göttin Brigid.

Und manche Beschäftigung mit Brigids Aspekten „zwangen“ uns auch, uns mit uns selber auseinanderzusetzen und auch mal in unsere seelischen „Abgründe“ hinunterzutauchen und uns unseren tiefsten Verletzungen und Ängsten zu stellen, die unsere größten Blockaden darstellen und uns daran hindern, frei und fließend unser Leben kreativ gestalten und überhaupt kreativ sein zu können.

Durch viele gemeinsame Übungen und Gespräche, vor allem durch die wunderbaren Rituale konnten wir HexenkollegInnen an uns selber und aneinander, aber auch für Mutter Erde wichtige und wirksame Heilarbeit leisten, vielleicht sogar einige Blockaden lösen und wichtige ermutigende Impulse mit nach Hause nehmen…

An einem Abendritual war Brigid sogar wirklich anwesend (wurde aspektiert – invoziert in eine Teilnehmerin) und wir durften uns von ihr durch ihre heilenden Worte und Hände berühren lassen…

Nur am Mittwoch war der Tagesplan anders: das Ritual fand am Nachmittag statt und wir hatten viel Zeit uns für die Abendvorstellung vorzubereiten.

Am Abend fand dann die Bardic-Night statt, wo mehrere tolle Stücke versteigert wurden und wo jede/r seine Talente als Dichter*In, Geschichtenerzähler*In, Sänger*In oder Künstler*In zwischen den Versteigerungen präsentieren durfte.
Die 3 nicht-pfeifen-könnenden SteirerInnen performten gemeinsam „Ein steirischer Brauch“.
Was zu  lautem Hexengelächter führte…
Die 4.  Steirerin bekam die Ehre und wurde zuvor ins Moderationsteam berufen.

Außerdem gab es jeden Tag eine Tombolaziehung, wo man sich auch nette Stücke erwerben konnte.

Ich persönlich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und das Camp und Brigid haben bei mir einige innere Prozesse ausgelöst, die schon jetzt Früchte zeigen…

Und das Camp hat allen Grazer HexenkollegInnen viele neue Impulse, neue Kraft und Motivation geschenkt!

Thank you, Brigid!!!!

 

Brigid: http://www.phoenixcamp.de/phoenixcamp/campgeschichte/

Sternschnuppe, Seminarhaus: http://www.sternschnuppe-oldenbuettel.info/rinih/kalender.html

 

Übungsabend 16. Feb 2018

Am Freitag von 19 bis 22 Uhr fand wieder einmal im Spektral ein Übungsabend statt, wo wir weitere spirituelle Erfahrungen im Rahmen von Übungen machen konnten, um dann in der Zukunft wieder gut gerüstet gemeinsam weitere Rituale feiern zu können.
Im Sinne von Reclaiming, nach dem jeder Anfänger sich 4 Grundfertigkeiten aneignen sollte, nämlich Entspannung, Meditation, Visualisieren und Projektion, haben die verschiedenen spirituellen Übungen zur Ausbildung dieser 4 Grundfertigkeiten beigetragen.
So stand viel Entspannung, Meditation und Visualisierung am Programm, manche Übungen wurden persönlich angeleitet, bei manchen wurde auch CD-Player benötigt.
Der Themenfokus des heutigen Abends war: Wie ich mein Energiefeld schützen und reinigen und mich mit meiner eigenen Kraft gut verbinden kann.
Es wurden einige Reinigungsübungen, eine Erdungsübung, einige Schutztechniken angeleitet, mithilfe von Methoden aus dem Qi-Gong haben wir unsere Energie im Körper wieder zum Fließen gebracht, haben uns in einer längeren Meditation mit unserer eigenen Kraft verbunden und haben auch gelernt, einen magischen Kreis zu ziehen bzw. aufzulösen.
Rythmisches Chanten hat auch nicht gefehlt.
Zum Schluss gab es Saft, Knabbereien und natürlich Apfelchips!!!

Infos über erdbasierte Spiritualität – ReclaimingStammtische // Jahreskreisfeiern // MeditationsÜbungsabende