Was macht ein gutes Leben aus?
Bei der Vorbereitung bin ich auf die Studie von Dr. Shige Oishi und Dr. Erin Westgate (2022) gestoßen.
Sie präsentieren empirische Belege dafür, dass Glück, Sinnhaftigkeit und psychologischer Reichtum miteinander verbundene, aber unterschiedlich Aspekte eines guten Lebens sind. Jeder dieser Bereiche hat einzigartige Ursachen und eigene Wechselwirkungen.
Sie stellen die These auf, dass ein psychologisch reiches Leben durch Vielfalt, Interessantheit und Perspektivwechsel gekennzeichnet ist. Im Gegensatz dazu ist ein glückliches Leben durch Komfort, Freude und Stabilität geprägt. Ein sinnhaftes Leben zeichnet sich durch Zweck, Bedeutung und Kohärenz aus.
Bei der Suche nach gutes Leben, kommt auch sofort Glück. Daher wurde beim Stammtisch auch
„Die 3 großen Theorien des Glückes“ präsentiert:
- Hedonismus
Glück ist die Kombination aus möglichst viel Genuss und möglichst wenig Schmerz
Rezept: Suche möglichst viele Genussmomente auf – und vermeide Schmerzen und Leiden, wo es nur geht! - Zieltheorie
Gück ist, wenn du deine Ziele erreichst – und auf deinem Wegen dorthin viel Spaß hast.
Rezept: Setze dir wertvolle Ziele zur Orientierung – und mach dir auf dem Weg dorthin eine gute Zeit! - Gütertheorie
Glück besteht im Besitz von objektiven Gütern (z.B. Gesundheit, Freiheit, Liebe, Haus…)
Sammle möglichst viele objektive Güter!
Selbstverständliche immer wieder bewusstmachen (Dankbarkeitstagebuch)
Wie werde ich glücklicher? (mit den drei Glückstheorien)
- Wie kann ich mein Leben noch mehr genießen? (Hedonismus)
- Wie kann ich meine wichtigsten Ziele besser erreichen und auch auf dem Weg zum Ziel eine gute Zeit haben? (Zieltheorie)
- Und wie kann ich mir mehr objektive Güter aneignen? (Gütertheorie)
Doch die Gückstheorien lösten Diskussionen aus und war für viele StammtischbesucherInnen nicht zufriedenstellend.
Zum Abschluss konnte wieder weitgehend Übereinstimmung hergestellt werden indem
„Die spirituelle Perspektive auf „das gute Leben“ „ beleuchtet wurde:
„Sie geht über materiellen Wohlstand oder äußeren Erfolg hinaus. Sie richtet den Blick auf innere Erfüllung, Verbundenheit, Sinn und Transzendenz.
In vielen religiösen und spirituellen Traditionen wird das gute Leben als ein Weg verstanden, der zu innerem Frieden, Mitgefühl und einem tieferen Verständnis des Daseins führt.
Spirituelle Praktiken für den Alltag:
| Praxis | Wirkung |
| Meditation | Fördert innere Ruhe und Klarheit |
| Gebet | Stärkt die Verbindung zum Göttlichen |
| Achtsamkeit | Vertieft das Bewusstsein für den gegenwärtigen Moment |
| Dankbarkeit | Erhöht Lebenszufriedenheit |
| Rituale | Geben Struktur und Sinn |
| Dienst am Nächsten | Fördert Mitgefühl und Verbundenheit |
Der Stammtisch hat mir wieder sehr gut gefallen, Material hätte ich für 3 Stammtische gehabt, doch es wurde eifrig diskutiert, gemeinsam überlegt und auch über andere Dinge geplaudert. Die bei guten Getränken und (veganen) Nacchos.
Am 21.05.2026 gibt’s wieder einen Stammtisch. Über (vermutlich) Demokratie und wie wollen wir leben?