Schlagwort-Archiv: Austausch

Bericht Stammtisch November 2025 – „Smombieepidemie – wo versteckt sich Sinn und Begeisterung“   

Ich denke, dies ist ein Zitat, dass für viele zutrifft:
„Im Gegensatz zum Tier sagt dem Menschen kein Instinkt, was er muss, und im Gegensatz zum Menschen in früheren Zeiten sagt ihm keine Tradition mehr, was er soll – und nun scheint er nicht mehr recht zu wissen, was er eigentlich will.“
(von Viktor E. Frankl aus dem Bucht „Das Leiden am sinnlosen Leben“)  und
„Wenn der Sinn abhandenkommt, stürzt der Mensch sich in Ablenkung und Leben—nicht aus Lebenskraft, sondern aus Flucht.“
Sehr oft scheint wird das Handy zur (fast)Dauerbeschäftigung. Und passenderweise wurde der Begriff „Smombie“ für Smartphone-Dauerbenutzer, die den Großteil in der virtuellen Welt verbringen, entwickelt.„Smombies: lebendig genug zum Scrollen, zu abwesend zum Leben.“
„Smombies: Die einzige Spezies, die gleichzeitig überall und nirgends ist.“

——— Überraschenderweise waren 9 Personen anwesend (davon waren 2 angemeldet), die nach der Orakelkarten-Eröffnung pauderten, diskutieren und eigene Sichtweisen einbrachten.
Hauptpunkt waren Überlegungen über Sinn – was braucht es für ein sinnvolles Leben, was hindert, welche Erfahrungen sind hilfreich…
Immer wieder wurden Zitate vorgelesen und Aussagen von Viktor Frankl präsentiert.
Neben guten Getränken und Nachos fand sich auch genügend Zeit zum persönlichen Austausch.
Der Stammtisch hat mir sehr gut gefallen und ich konnte einige Anregungen mitnehmen um mein Leben wird mehr Sinnmöglichkeiten zu bereichern.

Zum Abschluss wurde die 1-Minuten-Übung zur Sinnentdeckung mehrmals wiederholt: Täglich drei kurze Fragen:
Womit kann ich heute jemandem helfen? (Beitrag)
2. Was kann ich bewusst genießen? (Erleben)
3. Wo kann ich eine gute Haltung zeigen? (Einstellung)

Sinn-Möglichkeiten im Alltag finden

Dies entspricht sehr stark der Logotherapie nach Viktor Frankl:
Sinn findet man nicht, man entdeckt ihn in der Situation.

Frankl beschreibt drei Hauptwege, Sinn zu erleben:

A) Schöpferische Werte – etwas tun oder gestalten

  • Arbeit
    Helfen
    Kreativität
    Lösungen finden
    Beiträge leisten

Frage: „Was kann ich heute schaffen oder bewirken, das wertvoll ist – auch wenn es klein ist?“


B) Erlebniswerte – etwas erleben oder empfangen

  • Natur
    Beziehungen
    Kunst & Musik
    Genuss
    Staunen

Frage: „Was berührt mich heute?“


C) Einstellungswerte – Haltung zu dem, was man nicht ändern kann

Sinn auch im Schwierigen finden:

  • Mut
    Geduld
    Humor
    Würde
    Annahme

Frage: „Welche Haltung macht mich größer als die Situation?“


Bericht Stammtisch November 2025 – „Smombieepidemie – wo versteckt sich Sinn und Begeisterung“   

Ich denke, dies ist ein Zitat, dass für viele zutrifft:
„Im Gegensatz zum Tier sagt dem Menschen kein Instinkt, was er muss, und im Gegensatz zum Menschen in früheren Zeiten sagt ihm keine Tradition mehr, was er soll – und nun scheint er nicht mehr recht zu wissen, was er eigentlich will.“
(von Viktor E. Frankl aus dem Bucht „Das Leiden am sinnlosen Leben“)  und
„Wenn der Sinn abhandenkommt, stürzt der Mensch sich in Ablenkung und Leben—nicht aus Lebenskraft, sondern aus Flucht.“
Sehr oft scheint wird das Handy zur (fast)Dauerbeschäftigung. Und passenderweise wurde der Begriff „Smombie“ für Smartphone-Dauerbenutzer, die den Großteil in der virtuellen Welt verbringen, entwickelt.„Smombies: lebendig genug zum Scrollen, zu abwesend zum Leben.“
„Smombies: Die einzige Spezies, die gleichzeitig überall und nirgends ist.“

——— Überraschenderweise waren 9 Personen anwesend (davon waren 2 angemeldet), die nach der Orakelkarten-Eröffnung pauderten, diskutieren und eigene Sichtweisen einbrachten.
Hauptpunkt waren Überlegungen über Sinn – was braucht es für ein sinnvolles Leben, was hindert, welche Erfahrungen sind hilfreich…
Immer wieder wurden Zitate vorgelesen und Aussagen von Viktor Frankl präsentiert.
Neben guten Getränken und Nachos fand sich auch genügend Zeit zum persönlichen Austausch.
Der Stammtisch hat mir sehr gut gefallen und ich konnte einige Anregungen mitnehmen um mein Leben wird mehr Sinnmöglichkeiten zu bereichern.

Zum Abschluss wurde die 1-Minuten-Übung zur Sinnentdeckung mehrmals wiederholt: Täglich drei kurze Fragen:
Womit kann ich heute jemandem helfen? (Beitrag)
2. Was kann ich bewusst genießen? (Erleben)
3. Wo kann ich eine gute Haltung zeigen? (Einstellung)

Sinn-Möglichkeiten im Alltag finden

Dies entspricht sehr stark der Logotherapie nach Viktor Frankl:
Sinn findet man nicht, man entdeckt ihn in der Situation.

Frankl beschreibt drei Hauptwege, Sinn zu erleben:

A) Schöpferische Werte – etwas tun oder gestalten

  • Arbeit
    Helfen
    Kreativität
    Lösungen finden
    Beiträge leisten

Frage: „Was kann ich heute schaffen oder bewirken, das wertvoll ist – auch wenn es klein ist?“


B) Erlebniswerte – etwas erleben oder empfangen

  • Natur
    Beziehungen
    Kunst & Musik
    Genuss
    Staunen

Frage: „Was berührt mich heute?“


C) Einstellungswerte – Haltung zu dem, was man nicht ändern kann

Sinn auch im Schwierigen finden:

  • Mut
    Geduld
    Humor
    Würde
    Annahme

Frage: „Welche Haltung macht mich größer als die Situation?“


Reclaiming-Stammtisch „Entwicklung“

„… I would know myself in all my parts.

 If a spiritual practice is truly helpful, it always leads to knowing oneself better.”

Einige Orakeldecks werden aufliegen.
Genereller Aufbau:
nach Ankommen, Eröffnung (erklären der 4 Grundregeln und bei neuen Teilnehmer*Innen Kurzeinführung Reclaiming) und KennenlernRunde mit (wer will) Orakelkarten folgt der moderierte Teil zum Thema (ca 2×30 Minuten mit Pause)  – ich werde einige Gedanken als Anregung bringen, zuvor und danach bleibt auch genügend Zeit zum Austausch, Tratschen, Plaudern…
Beim www.reclaiming.at – Stammtisch gilt – die Daten der anwesenden Personen gehen nicht nach außen (Namen, Beruf, Äußerungen der jeweiligen Personen… – die Chatam house rule: https://en.wikipedia.org/wiki/Chatham_House_Rule )

Ich habe reserviert für 5  Personen, Anmeldung wäre super, auch spontan Entschlossenen sind willkommen, Anmeldung unter ReclaimingGraz@gmx.net

Stammtisch 12. Jänner 2018

Stammtisch 12. Jänner 2018

Der erste Stammtisch im neuen Jahr- der erste Reclaiming Stammtisch für mich überhaupt. Natürlich war ich aufgeregt, natürlich war ich gespannt, vorbereitet und präpariert mit Texten und „Reden“ für die Eröffnung, das Willkommen heißen, den Mittelteil des Abends, mit Antworten für Fragen die gestellt werden könnten, mit Erklärungen und zusammengekratzten Erfahrungen meiner bisherigen Tätigkeit im faszinierenden spirituellem Bereich. 

Und natürlich kam alles wie immer anders als man denkt: beginnend damit, dass ich zu spät kam! Ich! Zu spät! Beim ersten Stammtisch! Das war doch wirklich nicht zu glauben! 

Doch mittlerweile bin ich überzeugt davon, dass nichts zufällig passiert. Irgendwo dahinter steht ein Grund, ein Plan möglicherweise- auch wenn ich die Zusammenhänge noch lange nicht verstehe, nicht nachvollziehen kann- vielleicht auch niemals können werde.

Beim Eintreffen, das sich bei mir wie immer recht hektisch gestaltet hat, fand ich eine Gruppe aus bekannten und unbekannten, aber durchwegs sympathischen und angenehmen Gesichtern vor- und eine Ruhe und freudige Zufriedenheit in der Stimmung, dass ich mich, in meiner Hektik und meinem Wirbel, kurzfristig als Störenfried empfand, der in eine ruhige Welt eindringt und alles unnötig aufwirbelt. Ceru lächelte, ich glaube wissend und nachsichtig, weil ich immer ein wenig Wirbel mitbringe, und es ein wenig dauert, bis ich voll und ganz im Hier und Jetzt angekommen bin. Die Ruhe und Gefasstheit die er an den Tag legt, hilft mir runter zu kommen, mich zu sammeln, mich an ihm zu orientieren- meine „base zu chillen“-  immer wieder aufs Neue zu erkennen, dass ich mich im Kreis, wenn auch beim Stammtisch und den Übungsabenden erweitert, außerhalb der Leistungsgesellschaft bewege, in einer Parallelwelt in der mein Selbst die höchste Priorität ist, der einzige Weg- und Richtungsweiser auf meinem Reclaiming Weg, auf meinem „the hidden Path“.
Das war die Orakel Karte die ich zog, an diesem Abend, anstelle einer konventionellen Vorstellungsrunde. Ich habe die Idee sich einander auf diese Art vorzustellen zunächst befremdlich gefunden- was soll ich schon über mich im Bezug auf eine gezogene Karte gänzlich fremden Menschen als Vorstellung erzählen? Zusammenhangloses Gebrabbel das mehr dazu geeignet ist die neuen Gesichter zu verschrecken als einen halbwegs vernünftigen und „normalen“ Eindruck zu hinterlassen. 

Aber wie schon gesagt: nichts passiert zufällig. Und wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge, passte diese Karte unfassbar gut und genau zu der Phase in der ich gerade stecke- und als Ceru aufmunternd zu mir meinte, ob ich nicht beginnen wolle etwas über mich und die gezogene Karte zu sagen- puff-  da war alles weg! Alle Übung und Erfahrung in Gruppenarbeit, in Gruppendynamik, Rhetorik und Sprachverhalten, Gesten und Mimik, alle schön zusammengesuchten und vorbereiteten Einleitungen und Vorstellphrasen und sowieso und überhaupt. Ein schwarzes Loch: was ich? Wer? Wirklich ich? Was soll ich sagen? Fast so was wie Panik. Und wie immer wenn ich meine Notfalls-Generatoren anwerfe, startet unwillkürlich auch gleichzeitig mein Mundwerk 😉 und ich redete und redete, und redete über so ziemlich alles, nur nicht über Reclaiming, wie wir uns trafen, was wir machen, was wir vorhaben, warum wir uns treffen. Ich redete quasi meine Orakel Karte tot, redete unsere neuen Gesichter nieder mit persönlichen Geschichten und Eindrücken aus allen Welten- bloß nicht nicht Reclaiming. 
Als ich es dann nach endlosen Zeiten schaffte meinen Mund zu halten und auf das sturmartige Verlassen aller Interessierter wartete, weil ich wieder vergessen hatte, dass ich gerade nicht in der Leistungswelt befand, hatte sich ein nettes Gespräch in der Gruppe entwickelt, haben alle miteinander und übereinander, über ihre Erfahrungen und Interessen, Motivationen und auch teilweise über ihren bisherigen Lebensweg geredet . Ohne dass ich es wirklich bemerkt oder bewusst wahrgenommen hätte unterhielten wir uns alle miteinander und übereinander, über Dinge die passiert waren, die passieren werden (sofern man das so bestimmt sagen kann), Dinge die passieren sollten und die geplant sind… irgendwann war ich wieder hineingerutscht durch den Schleier in diese noch fremde spirituelle Welt, in der die Seele gegenüber zählt, die Energien die fließen.

Für mich sind an diesem Abend die Energien ausgesprochen angenehm und stark geflossen, und ich freue mich sehr darauf, die neu Kennengelernten bei weiteren Meetings zu treffen und uns gemeinsam auf den Weg zu machen, die spirituelle Reise zu beginnen, weiterzugehen, weiter zu lernen und zu entwicklen.

Realef