Reclaiming-InfoAbend 13.03.2017

Es braucht keine Eintrittskarte, um an einem unserer Info-Abende dabei zu sein. Eintrittskarten passen nicht zu Reclaiming. Wieso? Ganz einfach. Weil die Göttin (die Große Mutter, Mutter Erde, die Große Schöpferin oder wie man das, was in allem Lebendigen ist, nennen mag – wobei offen bleibt, ob  eine Citroën DS nun wirklich zu den Lebendigen gehört …) für den Eintritt in ihren „Himmel“ keine Eintrittskarte verlangt. Auch keine Gebete. Keine Gelübde. Weder Beichte noch Rosenkranz. Ja nicht mal gläubig muss man sein, um von ihr durchdrungen zu sein. Jeder ist es. Vom Samen, vom Ei, vom Spermium-Ei-Kuss an.

So kamen sie in Schar(inn)en, waren redselig, zu(ge)hörig, interessiert, und auch irgendwie hungrig. Wir haben sie versorgt. Mit Objektiven und Subjektiven, mehr Perspektiven als Direktiven, mit Obstsaft und anderen Substanzen. Und ja: ReclaimingGraz ist drogenfrei. Um eine der zahlreichen Fragen der Besucher und Besucherinnen auch beantwortet zu haben.

Somit war es ein entspannter, freundlicher, sympathischer InfoAbend.
Der nächste folgt am 22. Mai, 18:30.
Auch dann wieder ganz frei nach dem Motto: Du brauchst keine Eintrittskarte ins Reich der Göttin, du bist schon Teil. Fühl dich frei. Komm einfach vorbei und sei dabei. 🙂

Fragen/Anmeldungen an ReclaimingGraz@gmx.net.

Eure ReclaimingHexenGraz

ReclaimingInfoAbend 16. Jänner

Am 16. Jänner fand im Rahmen eines Stammtisches im Vortragsraum der Theosophischen Gesellschaft der erste ausführliche Infoabend zur Reclaimingbewegung für Interessierte statt.

Ziel und Absicht der Veranstaltung war in erster Linie das Geben von genauen Informationen über die Reclaimingbewegung bzw. das Wecken von Neugierde und Interesse; und die Einladung an Ritualen oder anderen Veranstaltungen teilzunehmen und so an der Gemeinschaft mitzuwirken.

Tatsächlich kamen 7 Interessierte, wovon einige schon bei vereinzelten Veranstaltungen von Reclaiming dabei dabei waren.

Im Rahmen eines Vortrages inkl. Präsentation wurden den Interessierten die Grundmotive und -werte, Leitlinien und Visionen dieser ökofeministischen Bewegung bzw. Hexentradition, die Spiritualität unbedingt mit politischem Handeln verbindet, präsentiert und verständlich gemacht.

Es wurden vor allem die Grundhaltungen der Reclaimingbewegung zur Natur, zu allen Wesen und besonders auch zu den einzelnen Menschen verdeutlicht. Die Reclaimingbewegung verehrt Mutter Erde sowie alle Wesen und Menschen auf ihr als heilige Wesen, die unbedingt höchste Wertschätzung und Respekt verdienen.

Es wurde natürlich auch auf die Entstehungsgeschichte und auf die bekannteste Reclaimerin  (Starhawk) näher eingegangen. Besonders wurden auch die Grundwerte der Reclaiminggesellschaft und ihr politisches Handeln in der Öffentlichkeit deutlich gemacht.

Zuletzt wurden noch einige Techniken die aus der Hexenreligion, dem Schamanismus und der Permakultur stammen und auch in den verschiedenen Veranstaltungen angewandt werden, erwähnt.

Schließlich hatten die einzelnen Interessierten die Möglichkeit Fragen zu stellen. Diese waren zum Teil sehr spannende „theologische“ bzw. religionswissenschaftliche Fragen, die zu anregenden und lebendigen Diskussionen führten.

Der Vortrag wurde mit lebendigen Erfahrungsberichten ergänzt und weitergeführt.
Da es bei Reclaiming hauptsächlich um das Sammeln von Erfahrungen geht, wurden mehrere Übungen angeleitet (Elementereinigung, Erdungsübung, 3-Selbst-Alignment und natürlich gemeinsamer Chant ;-), damit alle Interessenten erste praktische Eindrücke bekommen können.

Natürlich hat es nach dem Vortrag die Möglichkeit zu ungezwungenen Gesprächen neben Tee, Kekse und Apfelchips gegeben.

von V. – Danke!
P.S.: als Titelbild die 2. Folie

 

Med.Übungsabend 19.12.201

Einige Leute fanden sich zum letzten Meditations-Übungsabend ein.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, erklärte M. Grundlegendes über Meditation (ABC der Meditation), H. zeigte unterschiedliche Sitzhalten vor und wir saßen 12 Minuten wobei immer wieder Anweisungen gegeben wurden (Ausatemstrom an der Nasenöffnung spüren, keinen Atemzug unbeobachtet entwischen lassen, Ausatemzüge bis 9 zählen, Pause zwischen Aus- und Einatmen bewusst wahrnehmen, über Koan nachdenken, SoHam (So beim Einatmen und Ham beim Ausatmen)…)

Danach erklärten wir Oshos Stop-Übung und übten die mit der Annahme dass wir am Grazer Hauptplatz sind 😉

Als Reclaiming-Veranstaltung ist für uns die Feier von Ritualen der Wesenskern – somit war es unabdingbar bei der letzten Veranstaltung ein Ritual zu machen um  einen kleinen Geschmack wie sich ein Ritual anfühlen könnte anzubieten.

Gemeinsam planten wir den Ablauf. Toll war es auch eine Schriftstellerin dabei zu haben. So wurde die Intention präzise und schön formuliert. Letztendlich wurde diese Intention einstimmig entworfen/angenommen:

Wir bringen unser Selbst in Schwingung und lassen … los (!)“

Die Reinigungsübung erfolgte durch „in Vibrationbringen aller Körperzellen“ mittels 3 Rahmentrommel (wovon eine 50 cm Durchmesser hatte und ordentlich Schwingungen erzeugte 😉
Nach der Erdungsübung (Baum des Lebens), Kreisziehen erfolgte u.A. die Einladung der Elemente wobei jedes Element von einer anderen Person eingeladen wurde – Danke für das Mitmachen!

Danach wurde für 20 Minuten getrommelt, gerasselt und getönt 😉

Nachdem Ruhe eingekehrt war  legten sich alle hin und eine Trancereise in die Täler des Windes wurde angeleitet.

Sobald wir zurückgekehrt sind und eine Weile im Kreis gesessen sind, haben wir den Kreis aufgelöst und einige Male „May the circle be open“ gesungen und und der veganen Schokolade und den 4 unterschiedlichen Elementen- und YogiTees gewidmet.

Schön wars! Danke für alle die aktiv mitgemacht haben – ein toller und schöner Abschluss!

Fotos (leider war der Fotograf nicht dabei und sie sind nur mit dem Handy):
http://www.reclaiming.at/medueabend19-12-16/

 

2017 werden keine für alle offenen Reclaimingveranstaltungen geplant.
Jahreskreisfeste (und Rituale) finden im privaten Rahmen in privater Umgebung statt.

Sollte jmd. Interesse  an Jahreskreisfesten und Ritualen teilzunehmen haben e-mail an ReclaimingGraz@gmx.net (oder Kontaktformular hier) eventuell gibt es dann ein persönliches Treffen – bzw. eine Reclaimingeinführungsveranstaltung.

der Letzte… 07.12.2016

Stammtisch 07.12.2016

Leider nur wenige Personen fanden sich zum letzten Stammtisch ein. Doch die fehlende Quantität wurde durch Qualität aufgewogen und es wurde lebhaft diskutiert und auch persönliche Erfahrungen mitgeteilt.

Wie auch die vorhergehenden 2 Stammtische stand dieser unter dem Grundthema „Machtstrukturen, Entfremdung – Rückgewinnung (reclaim…)

Die 5 Stimmen des verinnerlichten Selbsthassers (aus „Truth or dare“ von Starhawk http://starhawk.org/writing/books/truth-or-dare/ ) wurden vorgetragen und gleich mit eigenen Beispielen verdeutlicht.

  • Eroberer: das Selbst und besonders „andersartige“ Menschen sind Feinde, die wir fürchten, dämonisieren und vernichten müssen
  • Ordner: unterwirft das Selbst und der Umwelt einer strengen Kontrolle
  • Herr der Diener: verlangt unsere eigene Bedürfnisse und Wünsche zu verleugnen um „den Zwecken“ zu dienen
  • Zensor: der uns im Schweigen isoliert hält
  • Richter: der uns als Gegenleistung für Gehorsam Wiedererlangung unseres Selbstwertes anbietet und weiteren Verlust androht wenn wir uns widersetzen

Reclaiming bietet Mittel und Methoden diese Machtstrukturen zu verstehen, zu erkennen, sich ihnen zu entziehen, die daraus resultierenden Wunden zu heilen und Kraft zu schöpfen im Kleinen und mit genügend anderen auch im Großen Macht-über-Strukturen durch Macht-aus-sich-heraus-Strukturen zu ersetzen. (c Claudia Nymphenkuss)

Doch der erste Schritt ist, dass man darauf aufmerksam gemacht wird und dass die richtigen Fragen gestellt werden.

Somit wurden folgende Fragen überdacht, diskutiert  und (hoffentlich) auch mitgenommen 😉

  • welche Kraft/Macht habe ich an wen, wie, wann, wieso abgegeben oder mir abknöpfen lassen?
  • Wie handele ich (nicht)?, wieso handele ich, wie ich handele?;
  • was glaube ich?, wieso glaube ich, was ich glaube?; wieso denke ich über etwas auf bestimmte Weise?, wie komme ich darauf?;
  • wo reagiere ich emotional auf bestimmte Weise und wieso antworte ich nicht anders ? (c Farnblüte) T. warf ein dass es auch sehr wichtig ist sich zu fragen was nicht da ist – und an welche Möglichkeiten wurden noch nicht gedacht wurde.

Durch in Frage stellen unserer (meist) automatischen Reaktionsweisen ist es möglich Stück für Stück die Macht/Kraft zurückgewinnen zum selber denken, authentisch fühlen, kongruent handeln !

2

Ein kurzer Rückblick auf die Reclaimingaktivitäten, die ein Jahr für alle offen und kostenlos angeboten wurden, fand statt.

In den nächsten Monaten sind

KEINE OFFENEN  ReclaimingVERANSTALTUNGEN

(u.A. keine StammtischE und nur mehr am 19. Dezember der allerletzte Meditations/Übungsabend) geplant.
Wer Interesse an Feier der Jahreskreisfeste hat soll das Interesse per e-mail an reclaimingGraz@gmx.net kundtun (oder sms 06766462460) .

Statt Raum suchen, Raum anmieten, Instrumente, Ritualgegenstände, Dekoration und Speisen mitnehmen finden die Feiern wahrscheinlich in privater Umgebung statt.

Wintersonnwende wird voraussichtlich am 21. Dezember gefeiert.

Ritualworkshop Kraft der Elemente

Das erste Mal fand in Graz ein Reclaimingworkshop statt.

Das  Ziel des Workshops: „SELBSTERMÄCHTIGUNG, hinterher sollte es möglich sein aktiv Rituale zu gestalten bzw. aktiv bei einem Reclaimingritual (weltweit) teilzunehmen“  wurde sicherlich erfüllt und die zukünftigen Jahreskreisfeste/Rituale werden vielfältiger und von mehr aktiven Personen gestaltet sein .

Bis zu 9 Leute (eigentlich 10 😉  übten, chanteten und ritualisierten gemeinsam.
Es war eine Freude und ich denke nicht nur der Schreiber hat ein Gefühl bekommen was es heißen könnte „mit vollkommener Liebe und vollkommenen Vertrauen“ im Kreis zu stehen.
Danke an alle welche (wie lange oder kurz auch immer) dabei waren.

… merry meet  and merry part and merry meet again…

die Erinnerung daran lässt mein Herz lachen 🙂

Programm:
Freitag:

Willkommen + Vorstellung

  • Erklärungen
  • Ablauf des Wochenendes
  • Ritual mit
    Intention: Wir öffnen uns den Elementen des Lebens und ehren sie.

Lied: Erde meine Mutter, Himmel mein Vater, Feuer, Erde, Wasser und Luft, Ich bin

Droped and open – abgesenkte Tiefenachtsamkeit zum Fokussieren und als Trance-Induktion ->Trance mit den Elementen in unserem Körper, ihrer Manifestation und Kraft

Samstag:

1 a) Luft

Elemente mit der Bitte ihre Qualität und Verbindung zu zeigen /Erklärungen zu den Qualitäten der Luft /Popcorn zur Luft

Lied: I hear a call; We are the rising sun, we are the change …

Meditation/Trance zur Luft geht über in automatisches Schreiben

 

1 b) Feuer

Popcorn zu Feuer

Freier Tanz zur Trommel

Lied: Fire transform me, bring me to my power, fire transform me, bring me to my passion

Meditation/Trance zum Feuer – leuchtender Geist, Kraft der Verwandlung, höchste Autorität,
Möglichkeit sich Notizen zu machen und das Tarot zu befragen

2 a) Wasser

Erdung, Alignment, Kala-Ritual,

Lied: Born of water, cleansing powerful, healing, changing we are

auf Wunsch und wegen des Bedarfes statt eine Trance:
HEILUNGSRITUAL

 

2 b) Erde

Kreis erneuern /Lied: My body is a living temple of love
Erde: Qualitäten besprechen

Self-Sculptering
Ritual-Rollen für Abend verteilen

 

Abendritual:

Reinigung/Erdung/Anrufungen

Lied: Water of life cleanse my soul, fire of truth burn away my fear, wind on the ocean let my spirit rise, mother earth we heal again

Trance zur eigenen Mitte und deren Verbindung zu den Elementen.

Lied: Ich bin die Kraft, die in jedem wohnt, ich bin der Tanz der Sonne mit dem Mond, Ich bin die Hoffnung die niemals ruht, ich bin der Wechsel von Ebbe und Flut.
Verabschiedungen
Kreis öffnen

 

Sonntag:

Zusammenkunft/Reinigung/Erdung/Kreis /Elemente/„lose Enden“ aufgreifen

Mitte als Heimat des Willens und Fetch – inneres Kind – Herzenergie

Check-out und Feedback

Verabschiedungen und Kreis auflösen

Reclaiming Stammtisch 9.11.2016 – Tarot

Der gestrige Stammtisch startete in einer gemütlichen Runde von fünf Leuten, etwas später stießen noch zwei weitere bekannte Gesichter dazu.

Anfangs knüpften wir an das Thema des letzten Stammtisches, nämlich „Power over – Power from within“ an und tauschten Erfahrungen aus. Auch der Meditationsübungsabend wurde kurz reflektiert, bevor wir uns dem eigentlichen Thema des Abends, nämlich Tarot widmeten.

Grundsätze und Herkunft wurden kurz erläutert, dann die Legeart „Das Kreuz“ demonstriert. Vor allem wurde betont, dass die Kartenlegung nicht der Wahrsagung, sondern der Selbsterfahrung dienen soll.

Es lagen viele verschiedene Tarotdecks auf, mit den jeweiligen Büchern dazu.

Wir probierten, lasen nach, diskutierten, bewunderten die Schöhnheit der Karten und tauschten Erfahrungen aus.

Ein gelungener Abend mit interessanten Menschen 🙂

Meditation/Übungsabend 07.11.2016

Sieben Leute meditierten und übten gemeinsam.
V. eröffnete mit der Begrüßung, Kurzvorstellung von Reclaiming und erwähnte unsere Grundsätze.

Nachdem sich der Hauptanleiter mit dem Streichholz die Finger verbrannte (Vorstellung bis das Streicholz abgebrannt war – war aber zu kurz), fand die Kurzvorstellung ohne pyrotechnische Hilfsmittel statt.

Wir starteten mit einer Reinigung durch Salbeiräucherung (fast erstickt durch den Rauch 😉  –  Erdungsübung und  Kreisbildung.
Wir standen im Kreis und fühlten die Energie und atmeten gemeinsam (Gruppenübungen von Starhawks „Spiral dance“)
Einige Sitzhaltungen wurden vorgezeigt und grundlegendes über Meditation, Sitzhaltung undTagespraxis wurde dargelegt.

Danach meditieren wir für 12 Minuten mit Anleitungen.
Die Stopp-Meditation von Osho wurde durchgefüht und danach sprachen wir über unsere Erfahrungen.

Nach einem 10 – minütigen Vortrag von Keeney „we are from Afrika“ saßen wir gemeinsam im Kreis mit Rasseln und rasselten in der Gruppe (wobei mir jetzt noch die Ohren weh tun von Hs Extremrasselausbruch…)

Irgendwie wurde auf die Visualisationsübungen vergessen oder waren alle schon so begierig auf die Schoko? – denn die vegane Schokolade wurde restlos aufgegessen 😉 (mit Reismilch schmeckte gut, Marke „Nirvana“ hielt sich am längsten 🙂

Bei Musik von Lipold wurde Tee getrunken. Schoko und Apfelchips wurden  verspeist, während wir noch plauderteten.

nächste Möglichkeit besteht in 2 Wochen 😉

Samhain 30.10.2016

Zu sechst feierten wir gestern gemeinsam Samhain, mit der Intention:  Wir ehren unsere vorausgegangenen Ahnen und bitten um Führung.

Da drei davon das erste Mal dabei waren, fand zuerst eine kleine Kennenlern-Runde statt. Nach dem üblichen Ritualaufbau zu Beginn (Reinigung, Erdung, Kreisziehen, Einladungen…), sangen wir „Hekate, Ceridwen“  und  gestalteten gemeinsam und in Stille einen  Altar zu Ehren unserer Ahnen.

Anschließend saßen wir gemeinsam im Kreis und  erzählten uns  Geschichten und Anektoden von unseren Vorfahren. Dabei war es unwichtig ob es  biologische oder geistige Ahnen waren, denn beide Ahnenreihen haben den Weg für uns bereitet.  Für den Fall, dass keine Ahnen präsent waren, dachten wir an unsere uns nicht bekannten Vorfahren, berichteten wie wir uns sie vorstellen. Irgendjemand aus unserer Ahnenreihe war sicherlich eine Heilerin,  Schamanin, Hexe oder Grenzgängerin.

Chant: wir reichten uns die Hände und sangen einige Male „wir sind ein Kreis, in einem Kreis, ohne Anfang und ohne Ende“.

Danach schrieben wir einen Brief an unsere Ahnen um auszudrücken  was noch gesagt werden muss, was wir aber nicht aussprechen wollen, oder einfach nur ein Danke –  nach der Reihe wurde dieser Brief dann verbrannt.

Samhain ist eine gute Zeit für Orakel: Die Zeit konnte auch genutzt werden um Tarot – oder Orakelkarte zu ziehen, das Legesystem „die 3 Nornen“ wurde erklärt und empfohlen.

Nach der Verabschiedungen und dem Auflösen des Kreises wurde noch ausgiebig „May the circle be open, but unbroken…“ gesungen und die Energie zur Heilung nach oben entlassen.

Zum Abschluss stärkten wir uns mit veganen Aufstrichbroten, Apfelchips und Apfelstangen.

Den Wettbewerb wer aus Reiswaffeln den schönsten Totenkopf bilden kann, gewann eindeutig Ch. 😉

Danke an alle die dabei waren – schön war’s!

ReclaimingStammtisch 12.10.2016

Der gestrige Stammtisch war lustig, anregend und voller Überraschungen.

Wir durften ein neues Gesicht an unserem Stammtisch begrüßen, das viel Interesse, Offenheit und Neugier mitbrachte. Ein anderes (Stamm-)Mitglied mussten wir leider recht schnell wieder verabschieden, weil sie krank ist und sich nicht gut fühlte; in diesem Sinne gute Besserung liebe T., wir hoffen du erholst dich bald.

Nach einer kurzen Begrüßung, wurde auf einfache Art erklärt, was Reclaiming ist und die wichtigsten Grundsätze dazu (Prinzipien der Einigkeit, Rituale, Geschichte). DIe Orakel-Karten waren diesmal auch wieder dabei, kamen aber nur bedingt zum Einsatz, weil unsere hitzigen Diskussionen über das gestrige Thema „Power over – Power from within“ uns alle mitgerissen haben.

Das Besprechen der vorherrschenden Machtstrukturen und deren Entwicklung waren Thema , wie auch die Rolle der Kirche und der Politik dazu.

Bei unseren möglichen Lösungsansätzen, die auch die Verbundenheit zur Natur und zu sich selbst einbeziehen, gesellten sich zwei Umweltschützer zu uns, die sich dafür einsetzen, dass der Bau des Murkraftwerks verhindert wird und haben uns so eine Möglichkeit aufgezeigt aktiv in unserem Umfeld, der Natur und so auch der „Power from within“ näher zu kommen und sich gegen die vorherrschenden Machtstrukturen zu stellen.

Abschließend spielten wir gemeinsam eine Runde Jenga und gaben unserem inneren Kind die Möglichkeit, auch von dem Stammtisch zu profitieren und so dem Abend einen schönen Ausklang zu geben, nach einem so schwierigen Thema.

Ein Abend voller positiver Energien, inspirierenden Menschen und gemeinsamen Austausches, ohne Wertung oder Vorurteilen.


und etwas Theorie für die Leute welche es versäumt haben:

Religion ist im Wesentlichen das Entleeren von Menschen und Natur von allem Gehalt, das Übertragen dieser Gehalte auf das Phantom eines fernen Gottes, der dann seinerseits liebenswürdigerweise etwas von seiner Fülle auf menschliche Wesen und die Natur herabkommen lässt.
Die Entfernung von Gehalt, von Wert, dient als Grundlage für die Ausbeutung der Natur.
Als sich die Geister in natürlichen Objekten, die früher die Natur vor den Menschen beschützt hatten, unter dem Einfluss des Christentums auflösten, wurde das tatsächliche Monopol des Menschen auf Geist in dieser Welt bestätigt und die alten Vorbehalte gegen die Ausbeutung der Natur brachen zusammen. Die Haine und Wälder waren nicht mehr heilig.
Die Vorstellung eines heiligen Haines, eines in der Natur verkörperten Geistes, wurde als Götzentum angesehen. Aber wenn die Natur frei von Geist ist, dann werden Wälder und Bäume einfach Holz, etwas, das in laufenden Metern gemessen wird, nur nach seinem Profit bewertet, nicht nach seinem Sein, seiner Schönheit oder auch nur als Teil eines größeren Ökosystems.

Menschliche Wesen von Gehalt loszulösen, ERLAUBT DIE BILDUNG VON     M A C H T B E Z I E H U N G E N   , in denen menschliche Wesen ausgebeutet werden. Inhärenter Wert,  Menschlichkeit, wird gewissen Klassen, Rassen, dem männlichen Geschlecht vorbehalten; ihre Macht über andere wird so gerechtfertigt. Männliche Bilder von Gott machen Männer als Träger von Menschlichkeit glaubwürdig und rechtfertigen männliche Herrschaft…

Wir werden abgetrennt und als Objekte manipuliert, verlieren unser Selbstwertgefühl und unseren Glauben in unseren eigenen Gehalt und stimmen unsere eigenen Ausbeutung zu.

Historische gesehen hat das Christentum Arbeiter, Sklaven, Frauen und Farbige mit der Stellung der Minderwertigkeit versöhnt, indem es den Bedingungen dieses Lebens den Wert absprach um in irgendeiner zukünftigen Existenz im Himmel zuzusprechen, in der die Schwachen und Unterwürfigen belohnt werden sollen.

Und so leben wir nur in dem Gefühl von Kraftlosigkeit und fehlender Authentizität – mit dem Gefühl, dass die richtigen Menschen nirgendwo anders sind, dass die Charaktere in den abendlichen Spielfilmen oder den spätabendlichen Talkshows realer sind als die Leute und die Unterhaltungen in unserem Leben…

Entfremdung durchdringt unsere Gesellschaft so stark, dass sie selbst das Bewusstsein zu sein scheint.
Immanenz – die Bewusstheit, dass die Welt und alles in ihr lebendig ist, dynamisch, zusammenhängend,  zusammenagierend und voller beweglicher Energien: ein lebendiges Wesen, ein webender Tanz.

aus Starhawk „Dreaming the dark“

Mabon 25.09.2016

Sonntag, 25. September 2016 Herbst Tag-Nacht-Gleiche

Um gemeinsam in der Jahreskreisfeier über ihre Ernte bzw. ihr Leben nachzudenken, sich über erfolgreiche/ gescheiterte Ziele und Vorhaben sowie aktuelle Schwierigkeiten auszutauschen, kamen sechs Personen am Sonntag zusammen.
Diesmal waren nur Personen dabei, welche schon mehrmals bei Veranstaltungen dabei gewesen sind. Somit fiel es scheinbar leichter Vertrauen zu fassen und auch persönliche Themen und Anliegen zu äußern. „Was im Kreis gesprochen wird, bleibt im Kreis“ ist ein Grundsatz und diesmal war ein Hauptanliegen „perfekte Liebe und perfektes Vertrauen“ am ehesten bei all den stattgefundenen Jahreskreisfesten zu spüren.

Vor Beginn wurde wie immer der Ritualplan durchbesprochen und Aufgaben verteilt.
Es freut mich, dass Engagement zu spüren war und dass einige Punkte spontan auf Wunsch völlig geändert wurden – denn von Improvisation und Spontanität lebt Reclaiming.
Danke vielmals an alle, die aktiv einen Teil übernommen haben und ganz besonders M. der statt der vorbereiteten Entspannungsübung des Hauptplaners, gleich eine eigene tolle Entspannungsanleitung dargeboten hat. Somit konnte auch der Hauptplaner entspannt liegen und nur lauschen.
Hinterher wurde bei CD-Musik von Lipold   u. A. „HanFu mediterran“ -Brotaufstrich aus Hanfsameneiweiß, „wie Pfälzer Leberwurst“ – Veganer Brotaufstrich und die zahlreichen, durch das Ritual aufgeladene, Früchte verspeist.

 

Ablauf:
Intention: Wir feiern unsere Ernte des Jahres einschließlich der unbeachteten kleinen Dinge.

Reinigungsübung mit Salzwasserkelch in der Mitte (super gemacht T.), Erdungsübung (ähnliche Baum des Lebens von V.), Reclaimingmäßiges Kreisziehen, Einladen der Elemente (sehr kreativ und inspirierend von M.), einladen der Allierten, Vor und Nachfahren (Danke an V.), Einladung von Demeter und (japanischer Gott des Reichtums, Scherzes…)

Danach sangen wir  2 Mal Air I Am * https://www.youtube.com/watch?v=hVTf8gIQfRQ

Nach einer Entspannungsübung wurde eine Visualisationsübung angeleitet, mit dem Ziel sich seines kindlichen und göttlichen Teiles bewusst zu werden und sie mit dem denkenden Teil zu verbinden.
Mit Trommelschlägen in Herzschlagrhythmus erfolgte eine Improvation mit der Grundfrage:
Wo finde ich Fülle in meinem Leben? Wofür bin ich dankbar? Was ist mir gelungen – auch wenn es noch so klein erscheint? (Beispiele wurden genannt, immer wieder erinnert an tiefe Atmung, Entspannung usw…)
(Die Frage: wofür bin ich dankbar, welche Saaten sind aufgegangen, was kann ich ernten, was ist mir gelungen?
Wir haben uns jeden Tag an dem wir aufgestanden sind mehr oder weniger für das Leben entschieden, wir haben uns  einigermaßen gesund gehalten,  haben unsere Leben bis jetzt gut gemeistert, doch noch viel mehr, alles will nun wahrgenommen und wertgeschätzt werden -es  geht darum die Fülle unserere Ernte sichtbar zu machen, sie zu zeigen, wahrzunehmen und sich in Dankbarkeit an ihr zu erfreuen.)

 

Nachdem alle zurückgekehrt sind, wurde während der 12 Minuten „American-indian Chants von Lipold“ gemeinsam, ohne zu sprechen ein Erntealtar gestaltet.
Nach verklingen des Liedes reichten wir uns nochmals die Hände und bildeten einen Kreis und teilten miteinander was uns am Erntealtar gefällt.

Danach erzählten alle TeilnehmerInnen aus ihrem Leben, welche Nüsse sie knacken musste, was nicht gelungen ist, woran sie noch immer kämpfen und wofür sie dankbar sind.
Danke nochmals für die Offenheit – es war toll mit euch im Kreis zu stehen und unsere Geschichten zu teilen!

Wir bewegten, tanzten, sangen und trommelten zum  Kore chant https://www.youtube.com/watch?v=nVwF34LcZCg

Teilten noch letzte Worte im Kreis und öffneten dann den Kreis und widmeten uns den vegangen Köstlichkeiten – denn so eine Jahreskreisfeier macht hungrig.
Fotos: (von hinterher, denn während des Rituales schweigen Handys)

http://www.reclaiming.at/mabon2016/

 

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