Lughnasad-Feier 01.08.2017

Am 1. August trafen wir uns neben der Mur und unterhalb einer Brücke, um gemeinsam Lughnasad bzw. das sog. Schnitterfest zu feiern. Wir waren insg. 6 Personen, davon 2 Gäste.

Bei diesem Fest, das schon die Kelten feierten, dankten wir mit Freude Mutter Erde, der großen Göttin für die reiche Ernte und für die zahlreichen Gaben der Natur bzw. für die große Fülle, die sie uns schenkt.

Dabei machten wir uns auch bewusst, dass zum Ernten auch das Durchtrennen, das Durchschneiden oder Abschneiden bzw. das Sterben und Loslassen gehört, denn das Fest symbolisiert den Doppelcharakter der Ernte – die Fülle und die Zerstörung, das Leben und den Tod. So kann man schon mitten im Hochsommer einen Hauch von Herbst spüren und so leitet die Lughnasad-Feier gleichzeitig auch schon die dunkle Jahreszeit ein.

In unserer Feier selbst standen unsere eigenen Gaben, unsere innere und äußere Fülle im Mittelpunkt, die uns leider mitten im Alltag oft unerkannt bleibt und nicht wertgeschätzt wird.

Ursprünglich war das Fest dem Sonnengott Lugh gewidmet bzw. zu Ehren seiner Ziehmutter, der Erdgöttin gefeiert.

So war neben der römischen Göttin Diana, der Herrin der Wildnis und der Beschützerin des Weiblichen der Sonnengott Lugh einer unseren eingeladenen Gäste. Gott Lugh ist in einigen Aspekten dem Gott Odin gleich, denn wie er eilte er den Helden zur Hilfe, brachte Glück im Krieg und es gelang ihm verloren geglaubte Schlachten noch zu wenden…

Das Lied „Sun King song“, das wir gemeinsam sangen, war auch dem Sonnengott Lugh gewidmet.

Im Zentrum unseres Ritualplatzes lag eine große Schüssel mit Früchten, Gemüse Kräutern und Brot, denn um die Lughnasad-Feier herum wurde nicht nur Getreide, Obst und Gemüse geerntet, sondern es wurden auch Heilkräuter gesammelt (dazwischen war das Sammeln und Ernten von Kräutern einige Jahrhunderte lang von der Kirche verboten), die dann auch geweiht wurden.

Nach einer gemeinsamen Reinigung und Erdung bzw. nach dem Kreisziehen wurden in unserem Ritual auch die 4 Elemente, unsere Ahnen, die Naturgeister und Göttin Diana und Gott Lugh eingeladen. Dazwischen wurde auch gesungen, gerasselt und getrommelt.

Danach machten wir uns in der Umgebung unseres Ritualplatzes auf die Suche nach einem Symbol (oder mehreren Symbolen), das (die) unsere inneren und äußeren Gaben bzw. unsere innere und äußere Fülle und unseren Reichtum wiederspiegelt(en)… wir nahmen unsere Gaben und Fülle dankbar an und nahmen unser Symbol bzw. unsere Symbole mit nach Hause.

Im Ritual durfte jeder mit den anderen seine Fülle und Dankbarkeit mit anderen teilen, dabei kam es zu ernsthaften spirituellen Diskussionen.

Nachdem wir all unsere Gäste (Gott Lugh und Göttin Diana, unsere Ahnen, die Naturgeister und 4 Elemente) dankbar verabschiedeten, saßen wir noch eine Zeit lang zusammen, bei Broten, Keksen, Obst, Chips und Apfelchips und fuhren erfüllt und aufgetankt nach Hause.

Fotos: http://www.reclaiming.at/lugh010817/

 

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